Ziel erreicht und höchste Punkteausbeute 2018!

Für Manfred und Stefan Kahnt gab es vor dem Schlusslauf zur FFR-Saison 2018 noch ein sinnvolles „Kriegsziel“ – Rang 9 in der Tabelle der FFR-Klasse A von 16 Gewerteten, in der Klasse mit der höchsten Konkurrenzdichte. Denn die beiden vor dem Brüder-Team Liegenden, Niels-Ejnar Rytter (1.06 Punkte voraus) und George Fowler (0,08 Punkte voraus), traten in Hockenheim nicht an - eine klar lösbare Aufgabe auf dem Papier, aber eingefahren werden musste es. Da Manfred im Qualifying noch 1,6 Sekunden schneller war als Stefan, begann er im ersten Rennlauf.

„Nach dem Start musste ich ausgangs der ersten Kurve schon richtig zaubern, da vor mir Pascal Monbaron mit einem Rempler Stefan Krämer in die Streckenbegrenzung torpedierte und ich die Hände voll zu tun hatte, da heil vorbeizukommen“, schilderte er seine Cockpit-Perspektive. „Es folgte ein Rennabbruch mit roter Flagge, dann ein Neustart hinter dem Safety Car. Wir hatten für den Rennlauf wieder die Reifen aufgezogen, die wir in Zolder fuhren, und es dauerte etwa zwei Runden, bis der Pickup von Zolder abgefahren war und die Reifen richtig Grip hatten. In der Zeit verlor ich zwei Positionen in der Klasse an Stig Bjerring und Ole Vejlund. Letzteren kassierte ich schnell wieder ein. In der Folge lief ich auf Stig Bjerring auf und legte ihn mir auf dem Weg zur Spitzkehre nach der ‚Parabolika‘ zurecht, wo ich einen ersten Angriff antäuschte. Infolgedessen unterlief ihm ausgangs der Spitzkehre ein Fehler, er wurde zu weit hinaus getragen und konnte nicht richtig beschleunigen. Bis zum Eingang der ‚Mercedes-Arena‘ blieb ich im Windschatten, ging danach parallel auf halbe Höhe seines Autos und bremste so spät wie es ging. Er versuchte es noch später, sein linkes Vorderrad blockierte, wodurch er eine weitere Linie fahren musste, und ich war vorbei. Ich holte in der Folge auch auf Günter Becker noch auf, konnte ihn aber durch die verkürzte Renndauer auf 15 Minuten nicht mehr zum Duell stellen. Meine schnellste Rundenzeit von 1.55,9 Minuten war noch einmal eine halbe Sekunde schneller als im Qualifying. Aber der neunte Tabellenplatz war im Kasten.“

Stefan setzte in Rennlauf zwei noch eins drauf: „Ich merkte gleich zu Beginn des Wochenendes, dass alles besser lief. Die Stimmung im Team war gut, und das Auto lief vom ersten Qualifying an sehr gut. Leider hatte ich aufgrund der relativ hohen Starterzahl im Qualifying keine wirklich freie Runde, was Manfred im zweiten aber relativ gut kompensieren konnte. Nach einem chaotischen Start in Rennlauf eins, zeigte Manfred schon eine sehr gute Leistung und fuhr als Klassensechster bereits Tabellenplatz neun heraus. Dadurch hatte ich für Rennlauf zwei einen guten Startplatz und hatte mir vorgenommen, direkt vom Start weg dranzubleiben. Das gelang mir auch sehr gut, schon in den Runden vier und fünf konnte ich zwei Konkurrenten überholen. Zudem hatte ich in der ersten Runde im Augenwinkel mitbekommen, dass leider Frank Färber ausfiel, da wusste ich, dass vielleicht sogar Platz drei möglich wäre… Rundenlang sah ich dann den Drittplatzierten Henk van der Spoel etwa fünf Wagenlängen vor mir, fuhr mich dann Stück für Stück an ihn heran, bis ich ca. viereinhalb Minuten vor Rennende aufschloss. Nachdem ich in Kurve zwei direkt im Windschatten lag, konnte ich in der zehnten Runde meinen Topspeed-Vorteil auf der ‚Parabolika‘ voll nutzen und auch noch Platz drei kurz vor Rennende erobern. Er versuchte noch einen Konter nach der Haarnadel, den ich aber abwehren konnte. Der sechste Rang Gesamt klappte nicht mehr ganz, aber ich lieferte mir mit Klaus Gräper im Ray GRZ 98 auch noch ein packendes Beschleunigungsrennen bis zur Ziellinie.“

Beide Brüder unisono: „Wir hatten auch Rückschläge zu verkraften, aber wir sind mit dem Saisonverlauf hochzufrieden. Wir bedanken uns herzlich bei Frank für die tolle Vorbereitung des Autos und alle klasse Tipps während der Saison und bei Moni herzlich für die liebevolle Betreuung übers Jahr.“

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Frank Färber Formula Ford Racing Champion 2018

Mit 11 Siegen in 12 Rennen und dem zusätzlichen Gewinn des AvD Historic Race Cups, steht der überlegene Gewinner der hart umkämpften FFR mit Frank Färber fest.

Der Neuwieder Motorsportprofi war in jungen Jahren bereits in der Formel Ford 2000, dem damaligen Unterbau der Formel 3, erfolgreich. 1987 belegte er den 4. Gesamtplatz der deutschen Meisterschaft hinter namhaften Rennfahrerkollegen wie Ralf Kelleners (1.), Heinz Harald Frentzen (2.), Michael Bartels (3.).

Der Aufstieg in die deutlich teurere Formel 3 blieb dem Neuwieder damals aus Budgetgründen verwährt. " Mein Vater hat mich zu der Zeit toll unterstützt und jeden verfügbaren Pfennig in unseren Rennsport gesteckt. In meiner Zeit im Kartsport hat das für Topmaterial gereicht, im Formelsport sind wir da schnell an unsere Grenzen gestoßen...so habe ich die Karriere schon beenden müssen, ehe sie erst richtig los ging! Also habe ich mich im Motorsport selbstständig gemacht und angefangen Rennautos zu vermieten." so Färber über seine Affinität zur Formel Ford.

Im Jahr 2016 schloss sich dann der Kreis mit dem Erwerb eines Formel Ford 2000. Das Fahrzeug, ein Reynard SF 86, wurde schnell zum Frontrunner in der FFR, Färber durch seine Firma aber nur ein Gaststarter.

2018 wurde dann klar die Meisterschaft anvisiert. Im Team wurde ein zweites Auto eingesetzt, das sich die Brüder Stefan und Manfred Kahnt teilten.

Mit 11 von 12 möglichen Laufsiegen in der Formel Ford ging der Titel nur über den 53 jährigen Rheinländer.

" Die Konkurrenz in der FFR ist stark! Bis zu 50 Autos kämpfen um die Positionen. Konkurrenten aus 10 Nationen treten in diveren Klassen an. Wenn man dort gewinnen will, braucht man ein starkes und verlässliches Team. Mein Vater ist immer noch dabei und zieht im Hintergrund die Fäden. Simone Busch, selbst hinter dem Lenkrad eines Formelrenners aktiv, managt das Team. 2 Mechaniker warten die Autos an der Strecke. Nur mit diesen Leuten war der Erfolg möglich." zeigt sich Färber dankbar.

" Nach zur Zeit 64 Gesamtsiegen im Rallyesport, internationalen Erfolgen und regionalen Meisterschaften bedeutet mir dieser Erfolg sehr viel. Als Sahnehäubchen gab es den Gewinn des AvD Historic Race Cup, einer übergeordneten Meisterschaft bestehend aus dem Zusammenschluß von FFR und der Historic Racecar Association (HRA) noch dazu." so Färber bei der Siegerehrung. " Mein Ziel, 12 von 12 Laufsiegen habe ich leider nicht erreicht. Im letzten Lauf ist mir in Führung liegend der rechte, hintere Radträger gebrochen und ich musste aufgeben. Vielleicht war das das Zeichen, sich immer neue Ziele zu stecken und weiter zu machen."

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Rallye Kohle und Stahl

Ausser Spesen nix gewesen!

Nach überlegener Führung  in die Zwangspause gegangen, mussten Frank Färber und Peter Schaaf den Peugeot 207 Super 2000 mit Elektronikdefekt in Wp 5 abstellen.

" Wir hatten leider keine Gasannahme mehr. Dadurch wurde das Fahrverhalten unberechenbar und Leistung war auch keine mehr da." so Färber nach der Aufgabe.

Peter Scvaaf:" Wir hatten alles im Griff. Schade, denn es hat auf den WM-Prüfungen riesig Spaß gemacht... das ist das richtige Terrain für so ein Auto!"

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FFR in Zolder beim Motorsport XL Weekend

Im Rahmen der beliebten GT Rennserie der GTC starteten die Färber-Piloten zu den Läufen 9 und 10 der FFR Meisterschaft.

Zu den etablierten Fahrern Frank Färber und den Brüdern Stefan und Manfred Kahnt ( teilen sich ein Auto) gesellte sich nach 6 1/2 Jahren Formelabstinenz der Hattinger Geschäftsmann Marcus Hahne. 

Vielen im Fahrerlager noch aus alten Tagen der HRA und CFFC bekannt, war die Wiedersehensfreude bei einigen Teilnehmern und den Organisatoren groß!

 Hahne: " Frank hat mir als Teaser einen Start in Zolder angeboten. Ich trage mich mit dem Gedanken, evtl. wieder in den Sport einzusteigen. Allerdings konnte ich berufsbedingt das Fahrzeug - einen 86er Reynard- vorher nicht testen! Die ersten Meter fuhr ich dann im offiziellen Training."

Im Training behauptete Färber dann seinen Status als Meisterschaftsleader und fuhr auf Pole!

Eine gute Leistung zeigte auch Stefan Kahnt, der mit Platz 10 das beste Trainingsergebnis der Kahnt Brothers erreichte. Sein Bruder Manfred hat im Moment etwas Trainingsrückstand, fuhr in Hockenheim doch sein Bruder den Van Diemen alleine. 

Mit Platz 15 war auch Marcus Hahne sichtlich zufrieden, liess er doch fast das halbe Feld hinter sich.

In Rennen 1 führte Frank Färber 75% der Distanz, wurde dann beim Überrunden aufgehalten und musste den Gesamtsieg dem deutlich stärkeren Opel Lotus von Nicolai Madsen überlassen.

Stefan Kahnt zeigte ein starkes Rennen, das er dann auf Gesamtrang 8 beendete.

Stefan Kahnt:" Hätte ich im Training eine fehlerfreie Runde zusammengebracht, wäre sicher ein besserer Startplatz drin gewesen! Im Rennen war ich glatt 1, 5 sek schneller....daran muss ich noch feilen!" Zeigt sich der Berufssoldat selbstkritisch.

Marcus Hahne konnte einen Platz gut machen und Erkenntnisse gewinnen, die sich in Lauf 2 noch lohnen sollten: " Wir haben detailliert Videoanalyse betrieben und einiges gefunden, was ich verbessern konnte." 

In Heat 2 siegt Färber dann mit einem glatten Start/Ziel Erfolg vor Madsen im Formel Opel.

"Nach dem Training haben Madsen und ich noch rumgeflachst und ich habe mich als König von Zolder tituliert. Nach dem Sieg von Madsen in Lauf 1 war ich nur noch seine Queen.... The King is back again und takes his crown!!!" so ein sichtlich zufriedener Frank Färber im Ziel.

Ein ebenso furioses Rennen fuhr Wiedereinsteiger Hahne: von Platz 14 kommend arbeitete er sich Gegner für Gegner nach vorne und erreichte einen tollen 8. Gesamtrang!

" Mann war das geil! Ich habe mit jeder Runde mehr Vertrauen gefunden und das hat sich ausgezahlt. Platz 8 ist mehr, als ich erwartet habe...danke ans ganze Team Färber Motorsport für die Unterstützung" 

Und mit Manfred Kahnt fuhr auch der dritte Färberpilot in die Top Ten.

Von Rang 8 ins Rennen gestartet, lieferte sich Kahnt harte Positionskämpfe mit Marcus Hahne und Günther Becker und landete verdient auf Platz 10.

" Mir fehlt im Moment etwas die Praxis. Mein Bruder Stefan ist zwischenzeitlich in Hockenheim ein komplettes Wochenende gefahren. Da wir uns das Auto und die Fahrzeit sonst teilen, hat er jetzt etwas Vorsprung. Ich habe mich im Kampf verschaltet und dadurch den Anschluss verloren...sonst war es aber heute gut." 

so Kahnt im Resumė.

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Mosel Schiefer Classic

Ein Erlebnisbericht zweier Neueinsteigerinnen in den Oldtimersport

Gabriela Brandl und ich kannten uns vom AC Mayen und von der Rennstrecke eigentlich nur flüchtig. Gaby's Sohn gewinnt dort in der Formel Ford 1600, ich nehme mit einem Formel Ford 2000 an Veranstaltungen des VfV teil. Ein freundliches "Hallo" ist aber etwas anderes, als 10 Stunden zusammen in einem viel zu kleinen englischen Sportwagen eingepfercht zu sein und Schnittabellen zu beachten, oder nur den richtigen Weg zu finden!! Ob so etwas gut gehen kann??

Wir sind das Risiko eingegangen.... und um es vorweg zu nehmen: Es war jeden Kilometer wert!

Als Novizinnen in dieser Sparte überraschte uns gleich die tolle Location der Firma Rathscheck Schiefer als Rallyezentrum. Eine kurze Sitzprobe von Gaby bei der Abnahme und die Erkenntnis sich im Kreis der Oldtimerfreunde gut aufgehoben zu fühlen, liess die Vorfreude auf den Samstag steigen.

Bei Kaiserwetter gingen die ca. 120 Autos und 30 Motorräder dann pünktlich auf die 190 km lange Strecke. Wir mitten drin,  mit einem Caterham Super 7 von 1986. 1600 ccm, 540 kg, 180 km/h schnell und gemessen am Zusand vieler Autos unserer Mitstreiter, in einem originalen Zustand, aber mit einiger Luft nach oben. So viele wunderschöne, liebevoll restaurierte Fahrzeuge erwartet man auf Ausstellungen oder Auktionen, selten aber in laufenden Verkehr.

Nach 3 Km sind wir dann zum ersten Mal falsch abgebogen. Typisch,  wir haben uns das wohl nicht so anspruchsvoll vorgestellt. Andere aber Gott sei Dank wohl auch nicht,  denn einige Teilnehmer taten es uns gleich... jetzt wurde unser Ehrgeiz dann doch geweckt, denn in die mitleidvollen Gesichter unserer " Gegner" zu sehen, die uns aus der richtigen Richtung kommend ansehen, hat uns angespornt!

 

Die Route entlang der Mosel Schiefer Straße war gut gewählt. Für jeden Touristen eine Attraktion bot sie den Teilnehmern eine schöne Strecke mit Durchfahrtskontrollen in pitturesken Ortschaften. Viele begeisterte Zuschauer säumten den Weg und unser kleiner Engländer kam sehr gut an. Oft mussten wir detailiert Auskunft geben, oder bekamen Ovationen am Straßenrand.

An den DKs wurden die Teams den Zuschauern kompetent präsentiert, der zeitliche Ablauf war prima organisiert.

Als wir es bis zur Mittagspause nach Masburg geschafft hatten, fühlten wir uns schon fast wie alte Hasen. Hatten wir schon 2 Gleichmässigkeitsprüfungen gemeistert und den Weg hier hin doch relativ erfolgreich gefunden...

Eine gute Stunde später und gut gestärkt, ging es dann auf die zweite Etappe. Eine weitere GLP mit einem Schnitt von 18 (!) Km/h hat uns dann gefordert. Simone: " ich glaube, ich bin in meinem ganzen Leben noch nicht 18 Km/h über so einen langen Zeitraum mit einem Auto gefahren.... wer macht sowas?"

Durch die tolle Stimmung im Auto kam es, wie es kommen musste:

" Irgendwie haben wir uns dann an einem Abzweig im Bordbuch vorbeigequatscht! Es fiel erst nicht auf, passten die Zeichen doch immer noch gut zu unserer neuen Route...dann aber brach Panik aus! Aus 3 Richtungen kamen uns Autos entgegen! Fragende Gesichter und grenzenloses Misstrauen in die navigatorischen Fähigkeiten überall! Müssen wir jetzt alle für immer hier bleiben? An einem völlig unbekannten Ort? Oder machen wir das, was ein Frauenteam auszeichnet? ....wir fragen uns durch! Chaka, so wird das gemacht!"

Als wir die entgültige Einbürgerung in einem kleinen Eifelörtchen abgewendet hatten, kehrte wieder diese enspannte Lockerheit im Auto ein. Wir waren schon fast im Ziel.

Eine tolle Location bei der Firma Brockmann in Kottenheim markierte dann den Zielpunkt der Rallye. Wir waren im Ziel! Unsere Cathy lief problemlos, Gaby und ich waren ein tolles Team, die Veranstaltung ein Genuss. Danke, daß wir dabei sein durften.

Und das beste zum Schluss: Wir haben sogar die Damenwertung für uns entschieden! ;-)

 

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