Färber Motorsport testet neue Fahrer.

Max Wuttke verblüfft die etablierte Konkurrenz, Simone Busch zum Saisonende auf Platz 2 der GLPpro, Rückkehrer Jürgen Graf nach 30 Jahren wieder im Formel Ford am Nürburgring.

Erstaunte Gesichter überall in den Nachbarboxen! Motorsportneuling Max Wuttke (21) aus der Nähe von Gummersbach fährt bei seinen allerersten Autorennen allen um die Ohren. "Den Ring kannte ich nur von der Playstation. Wir haben Frank (Färber) und Simone (Busch) erst vor einem Jahr kennengelernt und sie haben uns auf die historische Formel Ford aufmerksam gemacht. Nach nur 2 Testfahrten haben wir dann für den Nürburgring gemeldet! Mir ging schon der Puls... aber Frank hat mich prima gecoached und ich war selbst verblüfft, wie einfach das doch ging." Zeigt sich Max Wuttke von seiner eigenen Leistung übberrascht.

Gegen Fahrzeuge der Formel 3, der Formel Opel und Sportwagen Grp.6 dominierte Wuttke das Rennen von der Spitze und setzte eine Bestzeit nach der anderen. Der Vorsprung auf den 2. betrug die gesamte Start u. Zielgerade.

Stammfahrerin Simone Busch hatte auch einiges zu erzählen:

" Das war ein aufregendes Rennen! Von Platz 15 gestartet hab ich mich 5 Plätze vorgearbeitet um nach einem Dreher wieder auf Platz 14 von 29 zurückzufallen. Da der Wertungsmodus der GLPpro die vier Runden, die am Nächsten an der schnellsten Rundenzeit liegen zum Ergebnis heranzieht, habe ich durch die Konstanz meiner Zeiten tatsächlich den 2. Platz belegt. " so die Erzieherin aus Hardert.

Die Kämpfe um Platz 10 im Feld wurden bei bestem Eifelwetter hart geführt. Ständige Positionswechsel sind dort an der Tagesordnung. Da verschieden starke Formel und Sportwagen im selben Wertungslauf starten, hat der Veteranen Fahrzeug Verband sich diesen Wertungsmodus einfallen lassen, um eine größtmögliche Chancengleichheit zu garantieren. Somit kann ein Formel Ford 2000 gegen einen stärkeren Formel 3 zum Beispiel, die Meisterschaft für sich entscheiden.

" Apropos Meister: den neuen Meister der GLPpro 2018, Lutz Crackau, hab ich erst überholen können, um nach meinem Dreher wieder von ihm eingesammelt zu werden! Was für eine tolle Veranstaltung auf meiner Hausstrecke! " erklärt Simone Busch.

" Jetzt kann ich mit einem guten Gefühl die Saisonplanung 2019 beginnen und mich um Sponsoren bemühen..."

Der in den achziger Jahren in der Formel Ford aktive Jürgen Graf (damals auch auf einem Van Diemen RF86) wagte ohne auch nur einen Testkilometer den Wiedereinstieg in den Formelsport!

" Nach 30 Jahren Rennpause habe ich mir das reiflich überlegt! Frank hat damals schon mein Auto vorbereitet und ich habe halt mitbekommen, daß er wieder mit eben diesen Fahrzeugen arbeitet. Das Angebot war fair und ich habs einfach gemacht! " 

Graf qualifizierte sich an 13. Position von 29 Startern und war selbst überrascht. " Ich hätte mit dem letzten Startplatz gerechnet und bin total happy! Selbst Simone war im Training hinter mir... Im Rennen hat sie mich dann gleich gepackt und ist nach vorne gestürmt. Leider habe ich mich dann gedreht und den Anschluss verloren, aber Platz 15 macht mich schon happy. Das werde ich definitiv wieder machen!!"

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